Die Erfordernisse für einen Laserschutzbeauftragten können sich ergeben aus dem §6 der Unfallverhütungsvorschrift ´Laserstrahlung´ (DGUV-V11, früher: BGV B2, BG – Unfallverhütungsvorschrift zur Laserstrahlung), aber auch von den Sachversicherern unter bestimmten Voraussetzungen gefordert werden.

Hierbei sind folgende weitere Vorschriften relevant:

  • EN 60825-1 (Deutsche Industrie Norm DIN, Sicherheit von Lasereinrichtungen): Laserscanner werden nach DIN EN 60825-1 in Klassen nach Gefährlichkeit für Augen und Haut eingestuft.
  • IEC 60825-1 (International Electrotechnical Commission, Safety of laser products)
  • OStrV (Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung / Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung).

Der Unternehmer hat die Pflicht, falls er nicht selbst über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt, vor der Aufnahme des Betriebs von Lasern der Klassen 3R, 3B und 4 einen Laserschutzbeauftragten mit Fachkenntnissen schriftlich zu bestellen. Achtung: Bei ausschließlicher Anwendung der Laserklassen 1 und 2 gemäß DIN EN 60825-1 wird kein Laserschutz-beauftragter benötigt. Der Unternehmer trägt jedoch die Verantwortung für die Erfüllung dieser Aufgabe in seinem Betrieb.

 

Laserklasse 1: Zur Klasse 1 gehören Laser die auch bei dauernder Bestrahlung unter den maximal zulässigen Bestrahlungswerten liegen. Laserscanner der Klasse 1 sind ungefährlich und benötigen außer der entsprechenden Kennzeichnung auf dem Gerät keinerlei weitere Maßnahmen.

Laserklasse 2: Zur Klasse 2 gehören Laser im sichtbaren Bereich und bei denen eine Bestrahlung von unter 0.25ms für das Auge unschädlich ist. Auch diese Geräte gelten deshalb als ungefährlich solange keine Medikamenten-einwirkung die Reaktionszeit der Augen wesentlich erhöht und nicht absichtlich in den Laserstrahl geblickt wird (Unterdrückung des Lidschutzreflexes). Bei dieser Laserklasse reicht deshalb eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Gerät aus.

Laserklasse 3R und 3B: Zur Klasse 3R gehören Laserscanner die das 5fache der Grenzwerte der Klasse 1 und Klasse 2 nicht überschreiten. Bei der Klasse 3R können bereits Augenschädigungen durch direkten Sichtkontakt auftreten. Deshalb muss eine entsprechende Kennzeichnung z.B. Warnsignal vorhanden sein und die Mitarbeiter müssen über die Gefahren informiert werden. Es müssen Schutzbrillen und Schutzhandschuhe getragen werden; bei 3B muss der Einsatz dieser Geräte durch eine Warnlampe signalisiert werden.

Laserklasse 4: Die zugängliche Laserstrahlung ist sehr gefährlich für das Auge und gefährlich für die Haut. Auch diffus gestreute Strahlung kann gefährlich sein. Die Laserstrahlung kann Brand- und Explosionsgefahr verursachen. Bereits diffus gestreutes Laserlicht ist gefährlich. Betrieb nur in geschlossenen Räumen, aus denen kein Streulicht austreten kann. Während dem Betrieb dürfen sich nur befugte Personen im Raum aufhalten, die vor der Strahlung geschützt sind. Raumzutritt eventuell durch Schleusen oder Türkontakte (Laser shut down) sichern, wenn der Grad der Gefahr dies erfordert. Rettungswege und Notausgänge zum Laserbereich garantieren und immer freihalten.

 

Der Laserschutzbeauftragte soll den Verantwortlichen eines Betriebes, z.B.

  • den Arbeitgeber/Unternehmer,
  • den Betriebsleiter,
  • den Behördenleiter

in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Laserschutzes, insbesondere bei den nachfolgenden Aufgaben beraten und unterstützen:

  • die Mitwirkung bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung
    nach § 3 OStrV,
  • die Mitwirkung bei der Umsetzung der in der Gefährdungsbeurteilung durch den Unternehmer festgelegten Schutzmaßnahmen nach § 7 OStrV wie Mitwirkung bei der Unterweisung der Mitarbeiter, Abgrenzen und Kennzeichnen des Laserbereichs, Beschaffung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung wie z.B. Laserschutzbrillen
  • die Gewährleistung und Überwachung des sicheren Betriebs von Lasern nach § 5 Satz 1 OStrV durch regelmäßige Kontrolle der Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen.

 

Wir haben uns auch im Bereich des Laserschutzes auf klein- bis mittelständische Firmen spezialisiert, da hier aufgrund des großen Kostendrucks und der hohen arbeitsmäßigen Auslastung der Mitarbeiter die Schwierigkeiten bei der Umsetzung bekanntermaßen am größten sind und eine zusätzliche Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten in der Regel wegen mangelnder Vorbildung und aus Kostengründen nicht möglich ist.

Suchen also auch Sie Unterstützung bei der Umsetzung der Anforderungen des „Laserschutzes“, dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, damit wir Ihnen nach der ersten Kontaktaufnahme unsere Arbeitsweise näher erläutern und Ihnen ein entsprechend abgestimmtes Angebot für die Gestellung des „Laserschutzbeauftragten“ erstellen können.